
Online seit 28.07.2009
Ana Popovic
"Blind for love" (2009)
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Ana Popovic, die rührige Serbin an E-Guitar & Voc, wartet mit einem neuen Album auf: "Blind for Love".
Außer ihren festen Mitstreitern Ronald Jonker, Bass, und Andrew Thomas, Drums, hat sie sich dazu - neben weiteren Gastmusikern - einen Profi an den Keyboards (überwiegend Hammond wohl) ins Studio geholt: Mike Finnigan, und das kommt - meinem bescheidenen Eindruck nach - der Produktion außerordentlich zugute, denn die Keyboards sind es, die im rechten Moment für Basis und Struktur sorgen.

Und das heißt: für die nötigen Ecken und Kanten in einer Compilation softer, im Kern souliger und fein melodiöser Nummern, die aber auch Funk- und Blues-Elemente und sogar auch hier und da Bar Jazz ähnliche Stimmungen beinhalten.
Feiner Delta Groove ist das, in den kein artfremdes Tönchen sich einschleicht, dezente Breaks nur gesetzt werden, um den Melodiebögen noch mehr Ausdruck zu verleihen, sweete harmonische Background Vocals und ebensolche Memphis-Brass-Sätze zu hören sind, die feminine Stimme Anas sich, smooth und soulful, optimal einfügen kann und sie ab und an mit einem ihrer durchaus hörenswerten kleinen Soli hervortritt ...
Es ist diese unaufgeregte, unterhaltsame, von großer Souveränität getragene schöne Musik, deren Texte manches Mal, mit ihren auch schweren Themen, merkwürdig dazu im Kontrast stehen, denn auf "Blind for Love" beschäftigt sich Ana - ganz offensichtlich aus persönlicher Sicht und Erfahrung - mit den schwierigen Seiten der stärksten der Emotionen, der Liebe ...
Und alle möglichen, damit einhergehenden Befindlichkeiten finden wir in immer neuen Konstellationen in vielen der Songs vor: Überhebung etwa, Kränkung, Verletzung, Verblendung durch Liebe, Bedürftigkeit ...

Ana drückt sich hier aus, vielleicht ist die Einspielung gar ein Weg der Verarbeitung von vergangen Erlebtem, Erlittenem ... Raum für Interpretationen lässt sie genug ... Und so soll's denn auch sein: Jeder kann sich hier ein eigenes Sinnbild erschaffen oder auch nicht ...
Soul und Funk, Balladeskes, professionell dargeboten, phantasiereich und melodisch, ohne allzu große Ecken und Kanten, finden wir hier also reichlich, und auch reinrassiger Blues findet ein Plätzchen, ein ganz sonniges am Ende, wo Ana auf "Blues for M" mal so richtig zeigt, wie gut sie improvisieren kann oder auch zu Beginn auf "Steal me away", wo sie zeigt, was sie auf der Akkustischen kann ...

Fazit:
Freunde des (schweren) Blues / Bluesrock kommen hier etwas zu kurz, während Anhänger des (souligen, melancholischen) Delta Groove in "Blind for Love" ein Schatzkästchen vorfinden werden.
Danke Ana!!!

Euer
Jörg
Danke an Jody Best von "Eclecto Groove Records" für die Zurverfügungstellung der CD!!!
CD`s.........................................DVD`s
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