Rudi Gerlach (R.i.P.)
(1948 - 2007)
Ex-Kameramann vom WDR/Rockpalast
und enger Freund von Rory Gallagher

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Wir haben schon viel über Rudi Gerlach berichtet. Er ist Kameramann beim WDR gewesen und einer DER Zeitzeugen von Rory´s Karriere und Privatleben. Bei unseren Review´s stellt er uns immer ein paar Stücke seiner umfangreichen Sammlung zur Verfügung.
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(links) 20$Bill und Rudi beim 2. Rory Gallagher Review in der Bronx, Köln im Oktober 2003. (rechts) Rudi und 20$Bill vom 4. Rory Gallagher Review im Kulturpalast, Wiesbaden im September 2005.
Rudi hat in seinem Privatarchiv gewählt und uns folgendes geschickt, u.a. Einblicke auf den privaten Rory Gallagher. Es handelt sich meist um Video-Stills, also um Schnappschüsse/Standbilder aus privaten Videoaufnahmen von Rudi Gerlach.
Auch bekommt ihr hier die Fotos zu sehen von den Dingen, die uns Rudi öfter für unsere Veranstaltungen leihweise überlässt.
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(links) Rory und Rudi spielen "No Expectations" (by the Rolling Stones), in Rory´s Hotelsuite Nr. 710, Hotel "Conrad", London, 19. Juni 1994, 13h.20m . (rechts) Im Auto auf der Fahrt vom Flughafen in Köln zum Hotel. Rory saß IMMER vorne!
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Links Ankunft am Flughafen in Brüssel und rechts im Airport-Hotel in Brüssel. 20. August 1994
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(links) "Best wishes to Rudi keep rocking on the cameras". Signed "Against the grain" sleeve, 06.Okt.1976 WDR-TV-Studio "L". (rechts) Rockpalastaufnahmen Wiesbaden 1979.
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"ON STAGE", 11. August 1994
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(links) Ankunft am Flughafen in Brüssel. (rechts) im Airport-Hotel in Brüssel, 20. August 1994
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(links) Presseausweis für Rockpalast Grugahalle, Essen am 23./24.07.1977. (rechts u. unten) Diese Fotos enstanden in dem Barbereich des Hotels "Schwarzer Bock" in Wiesbaden vor dem legendären Rockpalastkonzert in der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden 1979.
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(links) Org.-Saiten von Rudi´s Telecaster, die Rory in der Zeit von 1990 bis 1995 gespielt hat. (rechts) Org.-Setliste vom Hamburg, 23.08.1987.

Presse-Eintrittskarten aus dem Jahr 1977.
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Org.-Sweatshirt vom Auftritt von Rory Gallagher und Frankie Miller beim Rockpalast 1979. Bezeichnend ist hierbei allerdings, dass der Druck auf dem Sweatshirt zwar SCOTLAND richtig schreibt, aber bei IRLAND das "E" von IRELAND fehlt ....und das, obwohl das Sweatshirt direkt von Chrysalis kommt!
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Org. Defender-Tour-Sweatshirt.
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Das ist Rudi´s Telecaster. Er wollte sie Rory schenken, weil sein Gitarrenspiel doch eher fragwürdig ist. Aber Rory wollte sie nicht geschenkt, sondern nur geliehen bekommen. Er hat sie dann leihweise von 1990 bis 1995 gespielt. Nach Rory´s Tod hat sein Bruder Donal Rudi die Gitarre wieder zurückgegeben.
Der erste Gitarrist, der die Gitarre nach Rory´s Tod wieder gespielt hat, war Peter Knott von der Rory Gallagher Tribute Band Remember RORY beim 2. Rory Gallagher Review in der Bronx in Köln im Oktober 2003.
Lieber Rudi, wir bedanken uns herzlich für diese schönen Einblicke in die Vergangenheit und hoffen, dass Du bald wieder in Deiner Schatzkiste wühlst!
Deine Freunde ,
Sabine und 20$Bill
von ww.rorysfriends.de

Für die, die Rudi Gerlach nicht kennen:
Rudi Gerlach war mehr als 30 Jahren Kamermann beim WDR und war auch mit Rory Gallagher befreundet.
In der Zeitung "Die Zeit" wurde über ihn mal folgendes geschrieben:
...... Niemals würde Rudi Gerlach sich damit brüsten, dass Rory Gallagher sein Freund war. Obwohl sie gemeinsam gesoffen und Gitarre gespielt haben, in einer Hotelhalle nach dem Konzert war's, auf dem kleinen Kofferverstärker, den Gerlach damals immer dabei hatte. Er, der Kameramann, musikalisch allenfalls durchschnittlich begabt, durfte mit dem weltberühmten Gitarrenhelden rocken. Aber Rudi Gerlach ist kein Wichtigtuer, der angibt mit den Namen der vielen Rockstars, die er in zweieinhalb Jahrzehnten kennen gelernt hat. Seine kleinen Geschichten und Begebenheiten kommen geradewegs aus dem Reich der Melancholie.
Rudi Gerlach gehörte in den späten 90igern zu den ganz wenigen, die da noch Kontakt zu Rory hatten. Gallagher und Gerlach. Rory und Rudi. Vielleicht waren sie doch Freunde.
Kennen gelernt hatten sie sich fast 30 Jahre zuvor, Mitte der Siebziger. Gallagher war von der Fachpresse zum weltbesten Rockgitarristen ausgerufen worden, Gerlach stand, damals wie heute, als Kameramann in Diensten des Westdeutschen Rundfunks. Eine revolutionäre Fernsehidee hatte die beiden zusammengeführt: die Rockpalast-Nacht. Rockmusik im TV, eine ganze Nacht lang live aus der Essener Grugahalle, per Eurovision in ein gutes Dutzend Länder übertragen. Und dazu gleichzeitig in sattem Sound aus dem Radio. Zum Mitschneiden.
In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 1977, hatte die Rockpalast-Nacht Premiere. Rory Gallagher kam mit seinen Begleitmusikern als erster von drei Rockakten auf die Bühne und jagte los, auf seiner alten Stratocaster, von der schon der Lack abblätterte. Unten an der Bühne, genau vor ihm, nicht mal durch ein Absperrgitter vom wogenden Publikum getrennt, stand Rudi Gerlach, mit Panzerkopfhörern bewehrt, hinter seiner riesigen Kamera und starrte gebannt auf Gallaghers Finger, die so rasend schnell und traumhaft sicher über die Saiten huschten.
»Ich bin halt ein altes Rockschwein«, sagt Rudi Gerlach heute, »ich wollt' mir abgucken, wie der das macht.« Er selbst ist Gitarrist für den Hausgebrauch, nicht der filigrane Saitenartist, sondern der Mann für die kantigen, schnörkellosen Riffs a la Keith Richards, sein großes Idol. »Was hältste davon, mit der Kamera beim Solo groß auf die Hände zu halten?«, fragte Gerlach damals den Regisseur. Wie viele Nachwuchsgitarristen müssten ihm für diese Idee dankbar sein, weil sie sich so die Riffs und Soli von den Stars abschauen konnten. Gerlach hat es ja selbst so gemacht. Bei Mark Knopfler von den Dire Straits notierte er sich sogar, auf welcher Position die Klangregler am Verstärker standen.
Wahrscheinlich war Rudi Gerlach damals der einzige WDR-Kameramann, der etwas von Rockmusik verstand. Zu einem Kollegen sagt er vor der Übertragung: »Kannste die Bassgitarre übernehmen?« Der Mann sah ihn erstaunt an und fragte zurück: »Was ist 'ne Bassgitarre?«
In jener Julinacht ahnte kaum jemand, dass diese Sendung einmal Kultstatus erlangen würde. Niemand kann schätzen, wie viele der heute 40- bis 45-Jährigen durch die Rockpalast-Nächte musikalisch sozialisiert wurden. Jene, die von weither zur Grugahalle pilgerten mit billigem Rotwein ......

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