Ralph S.

Wie viele andere Musiker hat mich insbesonders Rory inspiriert. Es war das Jahr 1969, der Star Club in Hamburg.

Ich, Baujahr 1952, war erst 17 Jahre alt und durfte den Beat Schuppen eigentlich nicht betreten, habe es dann aber doch geschafft.

Die legendären Cream mit Eric Clapton hatten sich gerade getrennt. Damals gab es eine Information in der Hamburger Szene, schau´ dir Taste im Star Club an und du wirst Cream sofort vergessen. Es entsprach der Wahrheit.

Ich habe niemals in meinem Leben ein für damalige Verhältnisse besseres Power Blues Trio gesehen. Die Impression von Rory Gallagher war mehr als einmalig, it was incredible, a major earthquake.

Auch später bis an das Ende der 80er Jahre habe ich viele Live-Konzerte von Rory gesehen.

Der Beat-Club, oder später der Rockpalast haben Standards gesetzt. Aber Rory live zu erleben war anders, wirklich einmalig!

Es gab viele Musiker (primär Blues) aus der Zeit, die mich beeinflußt haben, z. B. Spooky Tooth, Jonny Winter, Paul Rogers, Eric Clapton, Jimy Hendrix, Stevie Ray Vaughan, Gerry Moore, Herman Brood, usw.

Oder auch Hamburger Lokalgrößen wie Inga Rumpf, Alex Conti.

Aber keiner hatte dieses einmalige Charisma, diese Power auf der Bühne, diese einmalige Spieltechnik. Man kann Rory oberflächlich covern, aber es ist nicht machbar, die Spieltechnik, Dynamik und Bühnenperformance zu covern.

Im direkten Vergleich (Blues-Session) hatte Erik Clapton sehr alt ausgesehen.

Rory hat bis zum heutigen Tage meine musikalischen Routes fest zementiert.