Online seit 20.11.2009

Simone & Roland

Hallo, liebe Roryfreunde!

Zunächst erstmal möchte ich Euch sagen, wie glücklich ich bin, Euch und Eure Seite gefunden zu haben! Habe begeistert alle Eure Beiträge gelesen.

Ich sitze grad hier und hör mir "Wheels within wheels" an während ich schreibe, was mir bis vor kurzem noch unmöglich gewesen wäre.- Warum, darauf gehe ich gleich noch näher ein.

Ist es nicht großartig, wie sehr die Musik Menschen, die man noch nie zuvor getroffen hat, miteinander verbinden kann?! Ich hoffe, Ihr habt etwas Zeit, weil für Rory brauch´ ich halt etwas länger! ;-)

Ich heiße Simone und feiere am 31.05.(67) mein alljährliches Wiegenfest. Musik ist schon seit früher Kindheit von Hause aus immer mein Begleiter in allen Lagen gewesen, und ich singe gern und spiele auch etwas Gitarre. Mein Mann, Roland, ist Profimusiker, und natürlich auch Fan von Rory.

1997 war für mich ein prägnantes Jahr, nicht nur weil ich mich zu der Zeit in einer schweren Trennungsphase befand, aber vor allem, weil (leider erst !) in dem Jahr Rory mein Leben bereichern sollte.

Ich lernte jemanden kennen, mit dem ich mich wunderbar über Musik austauschen konnte und eigentlich dachte ich, (-little did I know...!) nach Beatles, CCR, Led Zep, The Who und Co. käm für mich nix mehr. Wie ich mich doch irrte! Mein Bekannter meinte völlig entsetzt: "Wer Rory nicht kennt, hat die Welt verpennt!!", und brachte mir bei unserem nächsten Treffen ein Videoband vom "Rockpalast" mit.

- WOOOOWWWW!!!! Da saß Rory, mit seiner langen Walle-Mähne und spielte wie von einem andern Stern und hat mich einfach nur noch weggeblasen!

(... das oberpeinliche Interview von Metzger lasse ich hier lieber unkommentiert ...)

Ehrlich, ich war total fassungslos und für den Rest des Abends auch kaum noch ansprechbar. Es war ein unvergessliches Ereignis für mich und nie zuvor oder danach hat mich ein Musiker (und ich bin Fan von einigen!) derart von der ersten Minute an fasziniert und begeistert.

Als ich dann hörte, dass Rory nur 2 Jahre vorher so tragisch ums Leben kam, konnte und wollte ich es einfach nicht fassen. Besonders traurig ist, dass er ganz in meiner Nähe (25 Autominuten) auch gespielt hatte und ich es damals nicht wusste. Für mich bis heute noch unverzeihlich. - Ich habe ihn einfach verpasst! Ich hatte in meinem Bekanntenkreis  zwar schon seinen Namen gehört, konnte es aber natürlich nicht zuordnen. Wie sehr ich das noch bedauern sollte!!

Einen Tag nach dem Rockpalast event rannte ich natürlich sofort in den nächsten Musikladen und kaufte mir das empfohlene "Irish-Tour" Album. Das hörte ich mir dann monatelang von morgens bis nachts, zum Ärger all meiner Nachbarn, rauf und runter an. Gepaart mit dem Video meines Bekannten, der dies, - needless to say - nie mehr wieder sah ...

Die Rockpalast Sendungen durfte ich früher nie sehen, weil sie immer so spät ausgestrahlt wurden, und ich noch zu klein war. Ich weiß aber noch, dass mein älterer Bruder Martin mit seinen Kumpels und Kasten Bier immer vor der Glotze hockten, und die ganze Nacht lang guckten.

Nach einer ganzen Weile geschah etwas sehr merkwürdiges, was ich mir selber bis heute noch nicht so recht erklären kann. - Immer, wenn ich mir Rory anhören, oder auf DVD ansehen wollte, wurde ich so unaussprechlich traurig, dass ich augenblicklich losheulen musste und auch heute noch geht es mir teilweise so, oft auch schon, sobald nur von ihm die Rede ist! – So was Beklopptes habt Ihr wahrscheinlich noch nie gehört, oder?!

Das hatte jedenfalls zur Folge, dass ich Rory lange Zeit gar nicht mehr hören konnte, einfach, weil es mich todtraurig machte und ich es auch leid war, ständig zu flennen.

Aber spätestens seit YouTube auch bei uns Einzug gefunden hat (dem Herrn seis gepfiffen und gepriesen) musste ich einsehen, dass ich soooo einfach nun doch nicht an der Magie des Meisters vorbeikomme. Ich fing vorsichtig an, wieder rein zu hören, und - Ihr ahnt es schon - flossen auch schon wieder die Tränchen.

An diesem Punkt wurde mir das Ganze einfach zu blöd und ich fing an, zu hinterfragen, woher denn diese doch sehr unverhältnismäßige Emotionalität eigentlich herkommen könnte. Schließlich habe ich ihn ja nie persönlich kennen gelernt, in welchem Falle das ja noch evtl. nachvollziehbar wäre.

Ich kam zu dem Entschluss, dass meine Seele vielleicht doch etwas mehr weiß, als mir bewusst ist, was auch immer das sei. Ich weiß, das hört sich dumm an, aber anders kann ich´s mir auch nicht erklären.

Ich beschloss, meinem (heulenden) Elend ein für allemal ein Ende zu setzen, durch HARDCORE-RORY- Penetration, mittels permanenter Gallagher Beschallung via Stück-für-Stück-Kauf diverser CDs und DVDs!! Volles Brett! :-)))

Fazit: Ich bin immer noch nicht ganz vom Rory Blues "geheilt", mache aber inzwischen große Fortschritte in Richtung Freude beim Rory hören, statt Trauer!!

Nun ist es mein Ziel, auch einmal Cork und auch Rory´s Grab (das wird noch eine harte Therapie für mich!) zu besuchen. Jemand wie Rory kann niemals wirklich sterben, er ist und bleibt allgegenwärtig!

Even though you´re a million miles away, you ain´t so far from here, my friend!

God bless you, sweet Rory!!!

Toll wäre, wenn ich noch viele andere Rory-Fans hierüber kennen lernen würde: r.nathaus@versanet.de

Liebste Grüße aus Dülmen an Euch alle, wär schön, mal eine EMail von Euch zu kriegen! Keep on rockin!

Von Simone & Roland