Online seit 21.05.2009

John Mayall
& the Bluesbreakers

im ColosSaal, Aschaffenburg

am 14.05.2009

"And now, the legendary John Mayall."

Und schon steht er auf der Bühne des rappelvollen
Colos-Saals, die lebende Legende, unglaubliche 75 Jahre alt, auf der Bühne seit über 50 Jahren, gertenschlank, voller Enthusiasmus, pure Blues-Geschichte . Charismatisch!

Und mitgebracht hat er eine neue Bluesbreakers-Inkarnation.

Die wievielte eigentlich? Das kann wahrscheinlich John Mayall selbst nicht beantworten ...
Fest steht aber, dass er auch diesmal - und darin liegt wohl eine seiner wesentlichsten Fähigkeiten - absolute Top-Musiker um sich scharen konnte.

Nicht in seinen instrumentalen Fähigkeiten lag und liegt die große Könnerschaft dieses Mannes, sondern in der Fähigkeit, Legionen ungeschliffener Diamanten zu erkennen, anzuziehen, sie durch seine Schule zu schicken auf eine Art und Weise, die sie - viele jedenfalls - zu Stars werden ließ, größer als er selbst.
(Genauso war's ja auch beim so verdienstvollen Alexis Korner, an den an dieser Stelle einmal mit allergrößter Hochachtung erinnert sei.)

Und die große Könnerschaft liegt natürlich in seiner Leidenschaft für den Blues und der Art, wie er seine Band(s) inspiriert, mitnimmt und zu(r) stimmigen Einheit(en) formt.

Dieses Mal bringt er erfahrene Profis mit:

-
Rocky Athas an der E-Gitarre (geehrt als einer der besten texanischen Gitarristen, Kooperationen mit SRV und vielen anderen)

- Greg Rzab, Chicago, am Bass (der u.a. mit Otis Rush, Buddy Guy (!), Hubert Sumlin zusammenspielte)

- Jay Davenport, ein wahres "Animal" an den Drums (sehr gefragt in der Chicagoer Blues-Szene, Jazz und Blues geprägt, Zusammenspiel mit u.a. Junior Wells, Pinetop Perkins)

- den altbewährten Tom Cannings an den Keyboards (Freddie King, Albert Lee, Bonnie Riatt, Robbie Robertson ...)

Und so spielen sie dann auch: sehr inspiriert, konzentriert und locker-souverän, voller Freude, sich gegenseitig die Bälle zuspielend, alles durch gelegentliche Gesten oder Augenkontakte des Altmeisters gesteuert, der vor diesem Hintergrund nach Lust und Laune wechseln kann zwischen Piano, Harp, Gitarre (wozu auch eine fein klingende 12-String gehört) und natürlich Vocals, die allein ihm vorbehalten sind. Und das tut er dann auch ausgiebig und führt uns durch ein bewährtes Programm, dessen Titel allein das Herz des Blues-Freundes höher schlagen lassen:

"Oh, pretty woman" - das famose "Hideaway" von Freddie King - "Walkin on sunset" - "Somebody's acting like a child" - "Blues for the lost days" - das unvermeidliche "Room to move"  . und einige andere
 

Kein explosives Set erleben wir hier, das den Saal sprengen würde, aber eine gediegene, fast schon nostalgische und anrührende Reise durch über 45 Jahre Bluesbreakers-Geschichte (von "Live at Klooks Kleek" (1964) über reichlich "Blues from Laurel Canyon"(1968) bis in die Gegenwart), die dann nach einer Zugabe und knapp zweistündiger Spielzeit pünktlich endet, was - so finden wir -  eine ganze Menge ist und uns - Bill und mich - zufrieden und mit einem warmen Gefühl im Bauch nach Hause fahren lässt.

Hope you keep the Blues alive for many more years,
John Mayall and The Bluesbreakers !

John Mayall live in Germany 14.5.09 Colossaal!

Euer

Jörg Hatzmann

Dank an Florence Miller von ASS-Promotion für die Akkreditierung!!

CD`s............................DVD`s .

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